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KAUFRATGEBER — NIEDERDRUCKARMATUREN

Welche Armatur passt zum Boiler? Niederdruckanschluss vom Erkennen bis zur Wahl

Die falsche Armatur an einem Kleinspeicher ist kein Schönheitsfehler — sie kann den Speicher zerstören und den Raum unter Wasser setzen. In diesem Ratgeber prüfen Sie, wie Sie einen offenen (drucklosen) Speicher zu Hause erkennen, was der Anschluss mit drei Schläuchen bedeutet, welcher Durchfluss und welche Temperatur zum Speicher passen müssen und warum Tropfen während des Aufheizens kein Defekt ist, sondern der Beweis, dass das System funktioniert.

Aktualisiert 6. September 202617 Min. Lesezeit

Verchromte Niederdruck-Küchenarmatur über der Spüle und offener Unterschrank mit drucklosem Speicher und drei AnschlussschläuchenVerchromte Niederdruck-Küchenarmatur über der Spüle und offener Unterschrank mit drucklosem Speicher und drei Anschlussschläuchen

KURZE ANTWORT

Zum Boiler passt die Armatur nach dem Speichertyp, nicht nach der Form. Ein offener (druckloser) Speicher darf nach den Vorgaben der Hersteller ausschließlich über eine Niederdruckarmatur mit drei Anschlussschläuchen angeschlossen werden. Eine übliche Druckarmatur mit zwei Schläuchen gehört an eine zentrale Warmwasserversorgung oder an einen geschlossenen Druckspeicher; am offenen Speicher kann der Innenbehälter platzen.

Warum darf eine übliche Druckarmatur nicht an einen offenen Speicher?

Ein offener (druckloser) Speicher ist nicht für den Druck des Leitungsnetzes gebaut — sein Behälter ist dauerhaft zur Atmosphäre offen. Eine übliche Druckarmatur verschließt den Auslauf, und der Netzdruck zusammen mit der Ausdehnung des Wassers beim Aufheizen kann den Innenbehälter sprengen. Speicherhersteller verlangen deshalb, dass ein offener Speicher ausschließlich über eine Niederdruck-Mischbatterie angeschlossen wird.

Kleinspeicher unter oder über der Spüle — mit einem Volumen von 5 bis 15 Litern — gibt es in zwei Ausführungen. Ein geschlossener (druckfester) Speicher ist für den Druck des Leitungsnetzes ausgelegt; in seine Zulaufleitung gehört ein Sicherheitsventil. Ein offener (druckloser) Speicher hat diesen Schutz nicht: der Behälter ist dauerhaft zur Atmosphäre offen, und jeder Druck, der im Inneren entsteht, entweicht nach außen durch den Auslauf der Armatur.

Schrauben Sie an einen solchen Speicher eine übliche Druckarmatur, verschließen Sie den einzigen Weg, über den sich Druck abbaut. In deutschen Trinkwasserinstallationen liegt der Ruhedruck üblicherweise zwischen 2 und 5 bar; DIN 1988-200 verlangt oberhalb von 5 bar am Übergabepunkt einen Druckminderer. Ein solcher Druck zusammen mit der Ausdehnung des Wassers beim Aufheizen kann einen dünnwandigen Behälter sprengen.

Die deutsche Fachzeitschrift Haustec hat Fälle mit 75.000 und 35.000 Euro Schaden dokumentiert; platzt der Behälter, läuft Kaltwasser unbegrenzt in den Raum. Dieselbe Quelle weist darauf hin, dass in Deutschland jährlich Hunderte solcher Schäden passieren und dass offene Speicher auch von Beschäftigten in Fachbetrieben falsch angeschlossen werden. Es geht also nicht um einen seltenen Ausrutscher von Laien, sondern um einen Fehler, der sich wiederholt. Prüfen Sie den Speichertyp deshalb vor dem Kauf der Armatur, auch wenn Sie die Montage einem Monteur überlassen.

Wie erkennen Sie einen offenen (drucklosen) Speicher?

Das zuverlässigste Zeichen ist das Typenschild oder die Anleitung des Speichers: offene Modelle sind als »drucklos« oder »offen« bezeichnet, druckfeste als »druckfest« oder »geschlossen«. Zu Hause bestätigen das zwei weitere Zeichen — ein einziger (kalter) Wandanschluss unter der Spüle und eine vorhandene Armatur mit drei Anschlussschläuchen. Raten Sie nicht anhand der Buchstaben in der Modellbezeichnung: »Ü« und »U« stehen bei vielen Herstellern für Übertisch und Untertisch, also für den Montageort, nicht für das Drucksystem.

Zum Prüfen brauchen Sie kein Werkzeug — eine Lampe und zwei Minuten unter der Spüle genügen.

  • Typenschild oder Anleitung des Speichers: offene Modelle sind mit »drucklos« oder »offen« gekennzeichnet, druckfeste mit »druckfest« oder »geschlossen«. Übersetzen Sie Buchstaben in der Modellbezeichnung nicht nach Gefühl: »Ü« und »U« stehen bei vielen Herstellern für Übertisch (über der Spüle) beziehungsweise Untertisch (unter der Spüle), nicht für ein offenes System.
  • Wandanschluss: ein einziger (kalter) Anschluss und ein Kleinspeicher unter der Spüle bedeuten ein Niederdrucksystem. Kommen Warm- und Kaltwasserleitung aus der Wand, gehört an die Spüle eine übliche Druckarmatur.
  • Vorhandene Armatur: zählen Sie die Anschlussschläuche. Drei bedeuten ein Niederdrucksystem, zwei ein Drucksystem.
  • Position des Speichers: notieren Sie sich, ob er über oder unter der Spüle hängt. Hersteller unterscheiden die Übertisch- und die Untertischausführung sowohl beim Speicher als auch bei der zugehörigen Niederdruck-Mischbatterie — das ist nicht dieselbe Armatur.

Achtung bei einer häufigen Verwechslung: ein »Durchlauferhitzer« erwärmt das Wasser im Durchfluss, ohne Vorrat. Auch diese Geräte gibt es in beiden Ausführungen — druckfest und drucklos; kleine drucklose Durchlauferhitzer werden oft im Set mit der passenden Niederdruckarmatur verkauft. Entscheidend ist also das offene oder geschlossene System, nicht, ob das Gerät Wasser speichert oder im Durchfluss erwärmt. Prüfen Sie die Ausführung in der Anleitung des Geräts.

Bleibt nach diesen Prüfungen ein Zweifel, raten Sie nicht. Die falsche Wahl ist nicht nur ein Funktionsfehler, sondern ein Sicherheitsrisiko — sehen Sie in der Anleitung des Speichers nach, fragen Sie den Monteur oder schreiben Sie uns.

Was bedeutet der Anschluss mit drei Schläuchen?

Der Anschluss mit drei Schläuchen bedeutet, dass die Niederdruckarmatur drei Anschlussschläuche hat: der erste führt Kaltwasser vom Eckventil (Absperrventil unter der Spüle) in die Armatur, der zweite führt Kaltwasser von der Armatur in den Speicher, der dritte bringt erwärmtes Wasser aus dem Speicher zurück in die Armatur. Die Schläuche zum Speicher sind in der Regel blau (Eintritt) und rot (Austritt) gekennzeichnet, die Hauptzulaufleitung ist unmarkiert.

  1. Kaltwasser — Eckventil
  2. Zulauf in den Boiler
  3. Warmwasser aus dem Boiler
  4. Druckloser (offener) Boiler · Niederdruckarmatur — drei Anschlüsse
Schema einer Niederdruckarmatur mit drei Anschlüssen an einem drucklosen (offenen) Boiler

Eine Besonderheit, die man verstehen sollte: eine Niederdruckarmatur öffnet das Warmwasser gar nicht. Der Hebel steuert den Zulauf von Kaltwasser in den Speicher, und dieser verdrängt das erwärmte Wasser passiv zurück in die Armatur. Der Weg vom Speicher zum Auslauf bleibt die ganze Zeit offen — genau deshalb steht der Behälter nie unter Netzdruck. Daher auch der Begriff Niederdruck-Mischbatterie, den die Anleitungen der Speicherhersteller verwenden.

Vertauschte Schläuche gehören zu den häufigeren Ursachen für Probleme: läuft nach dem Schließen des Hebels weiter heißes Wasser aus der Armatur, sind der blaue und der rote Schlauch wahrscheinlich vertauscht. Ansonsten begegnet Ihnen dieses System überall dort, wo Sie Warmwasser an einer einzigen Zapfstelle brauchen — in Küchen ohne zentrales Warmwasser, in Ferienhäusern, Büros und Werkstätten. Ein offener Speicher versorgt nämlich nur eine Zapfstelle — das gehört zu seiner Bauart und ist keine Einschränkung eines einzelnen Modells. Für ein niedriges Fenster über der Spüle gibt es auch eine klappbare Niederdruckausführung, die Sie vor dem Schließen des Fensters umlegen.

Warum tropft eine Niederdruckarmatur während des Aufheizens?

Tropfen aus dem Auslauf während des Aufheizens ist bei einer Niederdruckarmatur normal und sogar notwendig. Wasser dehnt sich beim Erwärmen aus, und der Überschuss kann im offenen System nur durch den Auslauf abfließen — die Armatur wirkt gewissermaßen als Sicherheitsventil des Speichers. Ein Zeichen für einen Fehler ist erst ein lang andauerndes oder starkes Auslaufen, das nach dem Ende des Aufheizens nicht aufhört.

Die Anleitungen der Speicher schreiben das unmissverständlich: das Wasservolumen nimmt beim Aufheizen zu, und der Überschuss läuft durch den Auslauf der Mischbatterie ab. Die Armatur im offenen System wirkt also auch als Sicherheitsventil. Einige Tropfen nach jeder Warmwasserentnahme sind kein Defekt. Auch kurzes Tropfen unmittelbar nach dem Schließen des Hebels ist in der Regel nur Restwasser im Auslauf, kein Ausdehnungswasser.

Es gibt Speicher mit Tropfstoppfunktion, die das Ausdehnungswasser mit einer eingebauten Ausgleichsmembran auffangen. Aber auch diese sind nicht völlig tropffrei. Bei sehr hoch eingestellten Temperaturen können Gasbläschen Restwasser aus dem Auslauf drücken; zu häufigerem Tropfen tragen auch sehr kleine, aber häufige Wasserentnahmen bei.

STOPPEN SIE DAS TROPFEN NICHT MIT GEWALT

Durch festeres Zudrehen des Hebels verhindern Sie das Tropfen nicht, können die Armatur aber beschädigen — würde man das Tropfen ganz unterbinden, entstünde im Speicher Überdruck. An den Auslauf einer Niederdruckarmatur gehört kein gewöhnlicher Strahlregler und kein Durchflussbegrenzer; zulässig sind ausschließlich spezielle Strahlregler, die für drucklose Speicher vorgesehen sind. Verschließen und verlängern Sie den Auslauf niemals mit einem Schlauch.

Hört das Tropfen auch nach dem Ende des Aufheizens nicht auf, prüfen Sie der Reihe nach vier Dinge, bevor Sie den Kundendienst rufen.

  1. Die Schläuche am Speicher: läuft nach dem Schließen des Hebels heißes Wasser, sind der blaue und der rote Schlauch wahrscheinlich vertauscht. Die unmarkierte Hauptzulaufleitung gehört ans Eckventil, der blaue an den Eintritt des Speichers, der rote an den Austritt.
  2. Luft im System: trennen Sie den Speicher vom Strom und lassen Sie die Armatur zuerst in der kalten und dann in der warmen Stellung laufen, bis der Strahl klar und ohne Blubbern fließt.
  3. Durchflussbegrenzer im Zulauf: dieses kleine Bauteil sitzt zwischen Eckventil und Kaltwasserzulauf und drosselt den Zulauf auf einen Wert, den der Speicher verträgt. Hat der Monteur es nicht eingebaut, ist der Zulauf zu stark und die Armatur läuft nach dem Schließen länger nach.
  4. Durchfluss der Armatur: prüfen Sie, ob die voll geöffnete Armatur den maximal zulässigen Durchfluss des Speichers überschreitet — dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Welcher Durchfluss und welche Temperatur passen zum Speicher?

Jeder offene Speicher hat einen maximal zulässigen Durchfluss, der in der Datentabelle des Geräts steht. Die Armatur muss bei der Montage so eingestellt werden, dass sie voll geöffnet diesen Wert nicht überschreitet. Begrenzen Sie auch die Temperatur mit Bedacht: bei hohen Auslauftemperaturen besteht Verbrühungsgefahr, deshalb ist die Sparstellung des Begrenzers oft zugleich die sicherste.

Das ist das Kriterium, das Käuferinnen und Käufer am häufigsten übersehen. Die Anleitungen kleiner offener Speicher verlangen ausdrücklich, dass der Monteur den Durchfluss einstellt und den maximal zulässigen Durchfluss bei voll geöffneter Armatur beachtet; der Wert steht in der Datentabelle des Geräts. Niederdruckarmaturen sind also nicht einmal untereinander beliebig austauschbar: eine Armatur mit kräftigerem Strahl kann die Leistung eines kleinen Speichers überschreiten, die Folge sind lauwarmes Wasser oder langes Nachlaufen nach dem Schließen.

Bei der Temperatur gilt eine ähnliche Vorsicht. Kleinspeicher haben einen Begrenzer, der sich auf eine der vorgesehenen Stufen sperren lässt, und die empfohlene Sparstellung ergibt eine für den täglichen Gebrauch geeignete Temperatur. Bei hohen Auslauftemperaturen besteht Verbrühungsgefahr. Niederdruckarmaturen haben in der Regel keine thermostatische Temperaturbegrenzung — in einem Haushalt mit kleinen Kindern ist ein niedrig eingestellter Begrenzer am Speicher deshalb der wichtigste Schutz.

Darf eine Niederdruckarmatur eine Ausziehbrause haben?

Sie darf, wenn die Armatur als Ganzes eine Niederdruckarmatur ist und drei Anschlüsse hat — der Hersteller muss sie so ausweisen. Das Verbot aus den Speicheranleitungen gilt für nachträglich angebrachte Schläuche und Aufsätze am Auslauf: der Auslauf einer Niederdruckarmatur ist zugleich die Entlüftung des Systems, deshalb dürfen Sie ihn nicht verschließen, verlängern oder mit einem gewöhnlichen Strahlregler versehen.

Der Unterschied ist wichtig, weil die beiden Hinweise scheinbar im Widerspruch stehen. Die Speicheranleitungen verbieten das Verlängern des Auslaufs mit einem Schlauch und verlangen spezielle Strahlregler für drucklose Speicher — sie sprechen von einem nachträglichen Eingriff an einer vorhandenen Armatur. Eine werkseitig ausziehbare Niederdruckarmatur ist etwas anderes: der Entlüftungsweg ist in ihrer Konstruktion vorgesehen, und die drei Anschlussschläuche bleiben. Entscheidend ist, dass Sie den Auslauf nicht selbst verändern. Lässt die Anleitung Ihres Speichers Ausziehausführungen nicht zu, gilt die Anleitung des Speichers.

Niederdruck- oder Druckarmatur: worin liegt der Unterschied?

Der Unterschied liegt im Anschluss und darin, welchen Speicher die Armatur versorgen darf. Eine Niederdruckarmatur hat drei Anschlussschläuche, gehört an einen offenen (drucklosen) Speicher mit einer Zapfstelle und tropft während des Aufheizens. Eine Druckarmatur hat zwei Schläuche und gehört an eine zentrale Warmwasserversorgung oder an einen geschlossenen Druckspeicher mit Sicherheitsventil.

Auf dem Papier wirken die Unterschiede klein, in der Praxis sind sie entscheidend. Die Tabelle fasst zusammen, was jede Wahl bedeutet.

Niederdruck- und Druckarmatur im Vergleich
KriteriumNiederdruckarmaturÜbliche Druckarmatur
AnschlussDrei Anschlussschläuche (unmarkiert, blau, rot)Zwei Anschlussschläuche (warm und kalt)
SpeichertypOffener (druckloser) Speicher, üblicherweise 5–15 l; auch druckloser DurchlauferhitzerGeschlossener (druckfester) Speicher oder zentrales Warmwasser
ZapfstellenEine — der Speicher versorgt nur diese ArmaturMehrere; ein geschlossenes System verlangt ein Sicherheitsventil in der Zulaufleitung
DurchflussBegrenzt durch den maximal zulässigen Durchfluss des Speichers (z. B. 5 l/min)Begrenzt durch Druck und Querschnitt der Installation
Tropfen während des AufheizensAus dem Auslauf der Armatur — normal, sogar notwendigDie Armatur tropft nicht; beim geschlossenen Speicher kann das Sicherheitsventil tropfen
Bei falscher WahlDie Verwechslung kommt in der Praxis vor und ist Ursache dokumentierter Wasserschäden; die unterschiedliche Zahl der Schläuche ist ein Zeichen, keine SicherungAm offenen Speicher kann der Innenbehälter platzen — großer Wasserschaden

In unserem Sortiment sind Niederdruckarmaturen für den Boiler eine eigene Kategorie. Prüfen Sie vor der Bestellung im Titel oder im Datenblatt des Produkts, dass es den Niederdruckanschluss beziehungsweise drei Schläuche ausdrücklich nennt — einige Modelle gibt es in beiden Ausführungen, deshalb ist die Angabe am Produkt maßgeblicher als die Kategorie. Wenn Ihnen etwas unklar ist, schreiben Sie uns, und wir prüfen es für Sie.

Die technische Vorgabe des Speichers bedeutet nicht, dass Sie auf die Optik verzichten müssen. Niederdruckausführungen gibt es in Chrom, Weiß, Mattschwarz und in unserer Linie ELITE EDITION.

Wie pflegen Sie eine Niederdruckarmatur?

Der Auslauf einer Niederdruckarmatur ist zugleich die Entlüftung des Speichers, entkalken Sie ihn deshalb regelmäßig und verstopfen Sie ihn nie. Verwenden Sie nur einen Strahlregler, der für drucklose Speicher vorgesehen ist. Verschleißteile sind der Strahlregler und bei Ausziehausführungen der Brausekopf; in einem Raum, in dem es friert, entleeren Sie den Speicher vor dem Winter.

Der Auslauf einer Niederdruckarmatur ist nicht nur ein Ausfluss, sondern auch die Entlüftung des Systems. Die Anleitungen der Speicher warnen, dass Kalk den Auslauf verstopfen und den Speicher unter Druck setzen kann. Entkalken Sie den Auslauf deshalb regelmäßig — und verschließen Sie ihn nie, auch nicht mit nachträglich montierten Aufsätzen. Wie Sie den Strahlregler abschrauben und entkalken, beschreibt Schritt für Schritt der Ratgeber Wasserhahn tropft.

Schema des Auslaufs einer Niederdruckarmatur: zulässig der spezielle Strahlregler, unzulässig gewöhnlicher Strahlregler, Verlängerungsschlauch und verstopfter AuslaufSchema des Auslaufs einer Niederdruckarmatur: zulässig der spezielle Strahlregler, unzulässig gewöhnlicher Strahlregler, Verlängerungsschlauch und verstopfter Auslauf
Der Auslauf einer Niederdruckarmatur ist die Entlüftung des Speichers — deshalb gelten für ihn andere Regeln als bei einer gewöhnlichen Armatur.

Auch hier sind die Verschleißteile klein und austauschbar: der Strahlregler am Auslauf und der Brausekopf bei Ausziehausführungen. Prüfen Sie beim Kauf eines Strahlreglers, ob er für drucklose Speicher vorgesehen ist — ein gewöhnlicher Sparstrahlregler gehört nicht an eine Niederdruckarmatur. Die Ersatzteile aus unserem Sortiment finden Sie unter den Ersatzteilen.

Noch ein Hinweis für Besitzerinnen und Besitzer von Ferienhäusern: Frost kann den Speicher und die angeschlossene Armatur zerstören. Speicherhersteller verlangen den Einbau in einem frostfreien Raum. Entleeren Sie den Speicher also vor dem Winter oder sorgen Sie dafür, dass der Raum nicht unter den Gefrierpunkt fällt.

ÜBERLASSEN SIE DIE MONTAGE DEM MONTEUR

Speicherhersteller verlangen, dass der Einbau von einem fachlich qualifizierten Monteur nach den geltenden Vorschriften und ihren Anleitungen ausgeführt wird. Beim offenen Anschluss schreiben die Anleitungen ein Rückflussverhinderer am Wassereintritt des Speichers vor, das ein Leerlaufen des Kessels verhindert, wenn im Netz das Wasser ausfällt — prüfen Sie beim Tausch der Armatur also auch dieses Ventil und das Eckventil. Dieser Ratgeber hilft Ihnen bei der Wahl der richtigen Armatur; den Anschluss soll eine Fachkraft ausführen.

Wie entscheiden Sie sich: fünf Schritte

  1. Bestimmen Sie das System

    Ein offener (druckloser) Speicher mit einer Zapfstelle bedeutet eine Niederdruckarmatur mit drei Schläuchen. Ein geschlossener Druckspeicher oder zentrales Warmwasser bedeuten eine übliche Druckarmatur mit zwei Anschlüssen. Einen Mittelweg gibt es nicht.

  2. Notieren Sie die Position des Speichers

    Über oder unter der Spüle. Hersteller unterscheiden die Übertisch- und die Untertischausführung der Niederdruck-Mischbatterie, halten Sie diese Angabe bei der Bestellung deshalb bereit — von ihr hängen Länge und Anordnung der Schläuche ab.

  3. Prüfen Sie den maximal zulässigen Durchfluss

    Sie finden ihn in der Datentabelle des Speichers (bei 5-Liter-Modellen oft 5 l/min). Die Armatur muss bei der Montage so eingestellt werden, dass sie voll geöffnet diesen Wert nicht überschreitet. Sonst wird das Wasser nicht warm genug oder die Armatur läuft länger nach.

  4. Wählen Sie Modell und Oberfläche

    Erst hier kommen Optik, Auslaufreichweite und Ausziehbrause an die Reihe. Prüfen Sie, dass das Produkt den Niederdruckanschluss im Titel oder im Datenblatt nennt, nicht nur in der Kategoriebeschreibung.

  5. Vereinbaren Sie die Montage

    Beim Tausch der Armatur soll der Monteur auch das Eckventil, den Rückflussverhinderer am Speichereintritt und den Durchflussbegrenzer prüfen. Das sind drei kleine Teile, die darüber entscheiden, ob die neue Armatur ruhig arbeitet.

Wenn Sie Warmwasser an mehreren Zapfstellen brauchen, reicht ein offenes System nicht. Dann kommen ein geschlossener (druckfester) Speicher mit Sicherheitsventil in der Zulaufleitung oder eine zentrale Warmwasserbereitung in Frage, und an die Spüle gehört eine übliche Druckarmatur. Wie Sie diese nach Höhe, Auslaufreichweite und Oberfläche wählen, lesen Sie im Ratgeber Küchenarmatur auswählen, das gesamte Sortiment finden Sie unter den Küchenarmaturen.

Niederdruckarmaturen

Modelle mit Anschluss an drei Schläuche für offene (drucklose) Kleinspeicher unter oder über der Spüle.

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Sie sind nicht sicher, welches System Sie zu Hause haben? Schicken Sie uns ein Foto des Unterschranks und des Typenschilds am Speicher — vor dem Kauf prüfen wir gemeinsam, welche Armatur an Ihren Anschluss gehört und welchen Durchfluss Ihr Speicher noch verträgt. Ein paar Minuten Prüfen bewahren Sie vor einem teuren Fehler.

HÄUFIGE FRAGEN

Was Käufer prüfen vor dem Kauf.

Nein. Ein offener Speicher darf nach den Vorgaben der Hersteller ausschließlich über eine Niederdruckarmatur mit drei Anschlussschläuchen angeschlossen werden. Eine übliche Druckarmatur verschließt den Weg, über den sich Druck abbaut, deshalb kann der Innenbehälter des Speichers platzen. Der Schaden bleibt dabei nicht auf den Speicher beschränkt — Wasser aus dem geplatzten Behälter läuft unbegrenzt in den Raum.

Drei; eine übliche Druckarmatur hat zwei. Der erste Schlauch führt Kaltwasser vom Eckventil in die Armatur, der zweite führt es in den Speicher, der dritte bringt erwärmtes Wasser zurück in die Armatur. Die Schläuche zum Speicher sind in der Regel blau und rot gekennzeichnet. Die unterschiedliche Zahl der Schläuche ist ein zuverlässiges Zeichen, aber keine Sicherung — Fehlmontagen kommen vor.

Ja. Während des Aufheizens ist Tropfen aus dem Auslauf normal, denn das sich ausdehnende Wasser muss irgendwohin abfließen. Ein Zeichen für einen Fehler ist ein lang andauerndes oder starkes Auslaufen, das nach dem Ende des Aufheizens nicht aufhört. Prüfen Sie dann, ob die Schläuche vertauscht sind, ob Luft im System ist und ob ein Durchflussbegrenzer eingebaut wurde.

Sehen Sie auf das Typenschild oder in die Anleitung: offene Modelle sind mit »drucklos« oder »offen« gekennzeichnet, druckfeste mit »druckfest« oder »geschlossen«. Raten Sie nicht anhand der Buchstaben in der Modellbezeichnung — »Ü« und »U« stehen bei vielen Herstellern für Übertisch beziehungsweise Untertisch. Im Zweifel fragen Sie den Monteur oder schicken Sie uns ein Foto des Typenschilds.

Das hängt von der Ausführung ab. Durchlauferhitzer gibt es in druckloser (offener) und druckfester (geschlossener) Ausführung; drucklose brauchen eine Niederdruckarmatur, druckfeste eine übliche Armatur. Die Angabe finden Sie in der Anleitung des Geräts. Entscheidend ist also das offene oder geschlossene System, nicht, ob das Gerät Wasser speichert oder im Durchfluss erwärmt.

Einen solchen, dass sie voll geöffnet den maximal zulässigen Durchfluss des Speichers nicht überschreitet. Der Wert steht in der Datentabelle des Speichers, den Durchfluss stellt der Monteur bei der Montage ein. Ein zu großer Durchfluss bedeutet lauwarmes Wasser und längeres Nachlaufen nach dem Schließen des Hebels.

Sie darf, wenn der Hersteller sie als Niederdruckarmatur mit drei Anschlüssen ausweist. Das Verbot, den Auslauf zu verlängern, betrifft Schläuche und Aufsätze, die Sie nachträglich an eine vorhandene Armatur anbringen. Verändern Sie den Auslauf einer Niederdruckarmatur nicht selbst und beachten Sie die Anleitung Ihres Speichers.